Religionen kennenlernen islam

Michael Borgolte, emeritierter Professor für Mittelalterliche Geschichte an der HU Berlin und Gründungsbeauftragter für das Institut für Islamische Theologie, weist beim Dialog der Kulturen im Kinosaal darauf hin, dass in früheren Epochen interreligiöse Kommunikation nicht das Ergebnis von Interesse füreinander, sondern für wissenschaftliche Zwecke war. Laut dem Historiker entwickelte sich über die Jahrhunderte keine wirkliche Gesprächskultur zwischen Religionen, da der Wunsch oft schlichtweg nicht existierte.

Man hatte seine eigene Religion und definierte sich darüber. Mit den anderen Glaubensgemeinschaften wollte man gar nicht zu tun haben. Borgolte fügt an, dass das auch heute manchmal noch so sei: Aber das sei nur bei einigen eher jungen Leuten der Fall. Judentum, Christentum und Islam. Von 1. Dezember bis zum 4.

März können Besucher des Martin Gropius Baus eine Ausstellung sehen, die zeigt, wie die drei Religionen auf wissenschaftlichem Gebiet über Jahrhunderte zusammen fanden. Unser heutiges wissenschaftliches Leben steht auf den Schultern jener jüdischen, christlichen und muslimischen Gelehrten. Ihre Zusammenarbeit trug zur Übersetzung der Wissenschaften aus mehreren Sprachen bei und ohne ihre Bemühungen gäbe es heute vielleicht so manch wissenschaftliche Schrift nicht mehr. Die Ausstellung konzentriert sich auf die Begegnung der drei Religionen, um uns die fruchtbare Zusammenarbeit zwischen ihnen zu zeigen.

Allzu gerne wurde diese nach vielen Konflikten zwischen den Glaubensrichtungen vergessen. Religionen kooperierten nicht nur untereinander, um die Wissenschaft zu entwickeln. Der Dialog sollte Gelerntes und Erforschtes auch schützen und bewahren, zum Beispiel vor Kriegen und Invasionen, die den Verlust wissenschaftlicher Ergebnisse hätten verursachen können. Jahrhundert muslimische, jüdische und christliche Gelehrte wissenschaftliche Übersetzungen, vor allem aus dem Griechischen, Aramäischen und Persischen in die arabische Sprache anfertigten. Und es auch akzeptiert, dass sie einfach andere Religionen und Glauben haben, die genauso wichtig für sie sind, wie für mich mein Glauben wichtig ist.

Dadurch macht man das alltägliche Zusammenleben schöner und friedlicher. Diese alltägliche Ebene ist es für mich viel wichtiger, das nenne ich "Dialog des Lebens". Dass man nicht auf einer theoretischen Ebene miteinander diskutiert und sagt: Was für Bräuche und Rituale habt ihr? Wie glaubt ihr an Gott?

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Diese Fragen sind wichtig. Aber noch wichtiger ist, dass wir uns täglich begegnen und auch bei ganz einfachen alltäglichen Dingen in Kontakt miteinander bleiben. Und wie wirkt sich das heute auf den Alltag aus? Konkret bedeutet das für uns heute, dass wir uns unseres eigenen Glaubens bewusst sind. Dass wir auch öffentlich und selbstbewusst sagen können: Wir können nicht einfach sagen, dass es die nicht gibt. Die gibt es. Es ist eine Herausforderung für uns Muslime, uns sowohl theologisch als auch ideologisch damit auseinanderzusetzen.

Es ist aber auch ganz wichtig zu sagen: Wir sind nicht alleine auf dieser Welt. Es gibt andere Religionen und andere Menschen, auch gerade in den europäischen Ländern, in denen wir leben.


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  • „Religionen haben viele Gemeinsamkeiten“.
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Das sind keine geschlossenen Gesellschaften, in denen alle Muslime sind. Da müssen wir uns durchaus öffnen. Wir erwarten von anderen, dass sie unseren Glauben respektieren und akzeptieren. Aber genauso müssen wir uns auch gegenüber anderen verhalten. In früheren Zeiten ist es ja meistens so gewesen, dass die Gesellschaften homogen waren. Die Muslime haben unter sich gelebt, die Christen haben unter sich gelebt. Diese intensive alltägliche Form, wie wir den anderen begegnen, hat es zu früheren Zeiten nicht gegeben.

Menschenfreundlicher Islam

Wir leben jetzt in einem Zeitalter, in dem wir anderen Religionen und Kulturen nicht nur räumlich sehr nah sind, sondern auch medial. Wir können auf einen Knopf drücken und sind auf einmal am entferntesten Ort der Welt und können sehen, wie Menschen dort leben. Diese Informationen über andere Kulturen und Religionen sind heute sehr wichtig für uns. Sie sollen aber auch nicht dahin führen, zu sagen: Ja, wir sind alle nur Menschen und alles ist eigentlich für uns egal und gleich.

Ich verstehe den Dialog nicht so, sondern dass wir den anderen in alltäglichen Begegnungen kennenlernen. Auch darüber informiert werden, was denn für diese anderen Menschen wichtig ist.

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Woran glauben sie? Vielleicht glauben sie auch an nichts? Die Menschen, die an nichts glauben, haben ja auch ethische Werte, die menschliche Werte sind. Auf dieser Ebene können wir natürlich auch Menschen begegnen, die von sich sagen, sie haben gar keinen Glauben. Es ist wichtig, dass man auf menschlicher Ebene und auch auf Glaubensebene sieht, welche Gemeinsamkeiten es gibt.

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Aber für mich ist es auch ganz wichtig, die Unterschiede zu sehen und wahrzunehmen und diese dann auch mit Respekt stehenzulassen. Es ist nicht immer einfach. Das Gottesverständnis z. Ich kann das manchmal nicht verstehen und nicht erklären. Aber ich kann sehen, dass dieser Mensch, der sich Christ nennt und diese Gottesvorstellung hat, durchaus ein Mensch mit vielen ethischen und menschlichen Werten ist. Und auf dieser Ebene kann ich mich sehr gut mit diesem Menschen treffen und mit ihm gemeinsam arbeiten. Für mich ist es wichtig, die Unterschiede zu benennen und wahrzunehmen, zu akzeptieren, zu respektieren, um einander dann auf anderer Ebene näherzukommen.

Dann sehen wir Hatice und Hamideh noch einmal auf dem Platz vor dem Operngebäude spazieren, zwischendurch halten sie an und unterhalten sich.

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Nun ist es dunkler, das Bahnhofsgebäude und die davorstehenden Bäume mit Lichterketten geschmückt. Hatice steht auf dem Bahnhofsvorplatz und spricht direkt in die Kamera. Ich mach mich auch schon wieder auf den Weg nach Hause. Ich möchte mich noch mal ganz herzlich bei Hamideh bedanken, dass sie sich die Zeit für uns genommen hat.

Warum sehe ich BILD.de nicht?

Es war wieder ein sehr sehr spannendes Thema. Und natürlich auch bei der Bundeszentrale für politische Bildung.


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  4. Wenn ihr jetzt noch Fragen zu diesem Thema habt, dann stellt das gerne in die Kommentare. Ich bedanke mich bei euch fürs Reinschalten und hoffe, dass wir uns nächste Woche wiedersehen. Dann wird der Film ausgeblendet. Wissenschaftliche Beratung: Saliha Kubilay, Marie Meimberg, Prof. Armina Omerika. Hamideh Mohagheghi Prof. Armina Omerika für bpb. Juni Bensberger Gespräche Jugenddemokratiepreis Kind. Beginnt ein autoritäres Jahrhundert? Partizipation 2. Zuflucht gesucht - Seeking Refuge. Film-Highlights Bundestagswahlen Zahlen und Fakten: